An Pfingsten soll bekanntlich der Heilige Geist Klarheit, Verständigung und neue Kraft bringen. Ein wenig davon kann auch einem Verein nicht schaden, wenn nach einem Wechsel in der Verantwortung noch alte Konflikte nachhallen und manche Stimmen lieber zurück als nach vorn schauen.
Viele Mitglieder fragen sich derzeit nachvollziehbar, warum es rund um Herrn Benndorff immer wieder zu Streit, Eingaben, Vorwürfen und Unruhe kommt. Nach außen wirkt das schnell wie ein persönlicher Konflikt. Tatsächlich geht es aber um ein typisches Problem nach einem Wechsel in der Vereinsführung: Ein früher prägender Funktionsträger akzeptiert die neue Ordnung des Vereins offenbar nur schwer und versucht weiterhin, Einfluss auf Entwicklung, Außendarstellung und Bewertung des Vereins zu nehmen.
So etwas kommt in Vereinen häufiger vor. Wer über längere Zeit Verantwortung getragen hat, verbindet mit diesem Amt nicht nur Arbeit, sondern auch Anerkennung, Bedeutung und Kontrolle. Wenn diese Rolle endet und ein neuer Vorstand andere Schwerpunkte setzt, kann das als Verlust empfunden werden. Veränderungen werden dann nicht als normale Weiterentwicklung verstanden, sondern als Bruch mit der früheren Ordnung. Aus sachlicher Kritik wird dann schnell dauerhafter Widerspruch, aus vereinsinternen Fragen werden Eingaben an externe Stellen, und aus Meinungsverschiedenheiten entsteht eine Grundhaltung des „Dagegen“.
Der amtierende Vorstand lässt sich davon nicht treiben. Entscheidend ist, was tatsächlich für den Verein erreicht wurde. Zum Zeitpunkt der Jahreshauptversammlung 2025 hatte der Verein noch Verbindlichkeiten von deutlich über 90.000 €. Inzwischen liegen diese nur noch bei unter 35.000 €. Das ist eine erhebliche Verbesserung und spricht für die richtige wirtschaftliche Handschrift des jetzigen Vorstands. Auch die positive Mitgliederentwicklung, die laufende Aufarbeitung der Buchhaltung und die Vorbereitung des kommenden Jahresabschlusses zeigen, dass der Verein geordnet und zukunftsorientiert geführt wird.
Deshalb sollte der Verein die Auseinandersetzung nicht größer machen, als sie ist. Kritik darf es geben, aber sie darf den Verein nicht dauerhaft blockieren. Der Vorstand wird notwendige Dinge sachlich klären, Unterlagen prüfen und bei Bedarf rechtliche Schritte vorbereiten. Im Übrigen gilt: Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter. Der Verein schaut nach vorn — und jetzt steht erst einmal das Westernfest an, auf das wir uns gemeinsam freuen dürfen.
Der Vorstand wünscht eine gute Zeit
0 Kommentare